Dass der Tourismus in El Nido immer mehr zunimmt, ist ein entscheidender Motor der Wirtschaft in der philippinische Region Palawan. Auf den Philippinen ist es schwer, eine Arbeit zu bekommen, von der man eine Familie ernähren kann. Vor allem in der Hauptstadt Manila findet man in einigen Stadtteilen noch bitterste Armut vor, weil die Menschen immer wieder vertrieben werden. Die Wohnungsnot in der überfüllten Stadt ist so groß, dass ganze Familien in kleinen Körben leben, die sich wie Bienenwaben an die Unterseiten der Brücken schmiegen. Sie sind oft nur wenige Quadratmeter groß.
Von Manila aus kann man jeden zweiten Tag mit einer regionalen Fluggesellschaft nach El Nido starten. Die kleine Stadt mit ihren knapp 30.000 Einwohnern liegt sehr malerisch zwischen den Bergen und dem Meer. Aber hier kommen nicht nur Badegäste und Wanderer voll auf ihre Kosten – die Fischerstadt ist immer wieder das erklärte Ziel von Ornithologen und Biologen! Sie hat ihren Namen nämlich völlig zu Recht bekommen: Nido bedeutet im Spanischen nämlich Schwalbennest, und davon gibt es hier extrem viele. Sie finden sich in den zahlreichen Höhlen, die sich rund um die Stadt in den Bergen gebildet haben.
Von der Fischerei allein können die Bewohner von El Nido schon lange nicht mehr leben. Dazu hat auch der industrielle Fischfang beigetragen, der die Fischbestände auch im Umfeld der Philippinen dramatisch reduziert hat. Die Einnahmen aus dem Tourismus sind inzwischen zur Lebensgrundlage der meisten Familien geworden. Das beginnt bei der Vermietung von Quartieren und setzt sich weiter fort über die Tätigkeit als Wanderguide, Tauchlehrer oder Surflehrer im Tourismus. Auch schöne Bootstouren für Hobbyangler werden hier angeboten. Ein weiterer Teil der Bewohner von El Nido verdient seinen Lebensunterhalt damit, im Rahmen eines kleinen Handwerks die verschiedensten Dinge anzufertigen, die von den Gästen aus aller Welt gern als Andenken mitgenommen werden.
Wem es für einen kompletten Urlaub in El Nido zu langweilig ist, der kann von hier aus gut Ausflüge mit dem Boot oder dem Flugzeug starten und sich einen der vielen aktiven Vulkane anschauen, die man auf den philippinischen Inseln findet.
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